U-Bahn Neubau-Fahrzeuge IK17

U-Bahn Linienfahrzeuge IK17

noch kein eigenes Foto vorhanden

Die Baureihe IK der Berliner Verkehrsbetriebe bei Wikipedia.
alle vorhandenen Kleinprofil-Einheiten sind mit Stand 03.2007 im Bw Grunewald beheimatet
IK17  
 

Technische Daten:
Bezeichnung IK17 – Ableitung der Serie IK für das Großprofilnetz
Einsatzgebiet U-Bahnlinien U5, Berlin
Anzahl der Fahrzeuge 2 Prototypen + Option auf
34 Fahrzeuge
Inbetriebsetzung 2015
Spurweite 1.435 mm
Länge über Kupplung 51.640 mm
Fahrzeugbreite 2.400 mm + 175mm + 175mm
Fahrzeughöhe 3.200 mm
Fußbodenhöhe 875 mm + 75mm
Anzahl Fahrgastraumtüren 12
Einstiegsbreite ca. 1.300 mm
Sitzplätze 72/80
Stehplätze (4 Pers./m²) 258
Drehgestellachsstand 1.800 mm
Antrieb 1.020 kW
Höchstgeschwindigkeit 70 km/h

weitere Merkmale:
• Zweirichtungsfahrzeug
• Klimatisierter Fahrerraum
• Automatische Mittelpufferkupplung
• Kuppelbarkeit mit Bestandsfahrzeugen
• Luftgefederte Fahrwerke sorgen für die erforderliche Laufruhe.
• 12 zweiflügelige Schwenkschiebetüren
• Helle, freundliche Fahrgasträume
• Graffitischutz innen und außen
• Kratzschutzfolien auf Fenstern
• Modernes Fahrgastinformationssystem
• Ergonomisch gestalteter Fahrerarbeitsplatz
• Erfüllung der Crash Norm EN 15227
• Polaritätsumschalter zum Betrieb auch im Großprofil
• Bombierte Ausführung der Außenhaut

1027, 1028, 2017 11 Stück
Wagenskizze;
Stadler Seite des extern Typs IK ( extern Ersatzlink);
  ? 20??  
 

Pressemitteilung der BVG zum IK17:

http://unternehmen.bvg.de/de/index.php?section=downloads&cmd=264&download=2608

Icke macht sich breit
Ein kleines „Bäuchlein“ hatte er schon immer, doch jetzt ist Icke noch etwas in
die Breite gegangen. Und das ist auch gut so. Denn der neue Zug vom Typ IK,
den die BVG am heutigen Dienstag, den 4. Juli 2017, auf dem U-Bahnhof
Biesdorf-Süd vorstellte, ist für das Berliner Großprofilnetz (Linien U5 bis U9)
bestimmt. Dort sind die Tunnel sowie die Abstände zwischen Bahnsteig und
Gleisen breiter als auf den älteren Kleinprofillinien (U1 bis U4). Und deshalb
wurde der ursprünglich für das Kleinprofil entwickelte IK technisch an sein
neues Einsatzgebiet angepasst. Auffälligstes Merkmal ist dabei die Lösung
zur Verbreiterung des Zuges im Bereich der Türen. Hier heißt es ab sofort:
„Bitte beachten Sie die Brücke zwischen Zug und Bahnsteigkante.“
Die sogenannte Spaltüberbrückung ist aus stabilem Aluminium, hat eine Tiefe
von 17,5 Zentimetern und sorgt für einen bequemen Ein- und Ausstieg. „Lange
Schritte“ der Fahrgäste sind also nicht notwendig. Keilförmige Verdrängungskörper
an den Türen stellen sicher, dass keine Gegenstände auf der
Überbrückung mitfahren. Und auch außerhalb der Türbereiche ist der Spalt
zwischen IK-Zug und Großprofil-Bahnsteigkante mit einer Schutzverkleidung
abgedeckt, sodass niemand aus Versehen hineintreten kann.
Der nun gelieferte Zug ist der erste von elf IKs für das Großprofil, die im
Sommer 2015 beim Hersteller Stadler Pankow bestellt wurden. Die Finanzierung
in Höhe von 61,5 Millionen Euro erfolgt nahezu komplett aus dem sogenannten
SIWA-Paket des Senats. Hierzu sagte der Berliner Finanzsenator, Dr.
Matthias Kollatz-Ahnen: „Berlin ist eine wachsende Stadt, und dementsprechend
wachsen auch die Ansprüche und Anforderungen im Bereich Mobilität.
Da war es naheliegend, der BVG Mittel aus dem Sondervermögen Infrastruktur
der Wachsenden Stadt für den Kauf dieser elf neuen, hochmodernen UBahnzüge
bereitzustellen. Dass die Lieferung der Züge nur rund zwei Jahre
nach Bestellung pünktlich begonnen hat, freut mich dabei besonders.“
Die Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, Regine Günther, hob bei
der Vorstellung des Zuges die Bedeutung der U-Bahn im Berliner Mobilitätsmix
hervor: „Die Berliner U-Bahn ist inzwischen 115 Jahre alt, aber alles andere
als in die Jahre gekommen. Mit ihren rund anderthalb Millionen Fahrgästen
am Tag ist sie das Rückgrat des Berliner Nahverkehrs. Die Fahrgastzahlen
steigen und wir wollen, dass noch mehr Menschen bequem und schnell mit
der U-Bahn an ihr Ziel kommen. Dafür brauchen wir neue Fahrzeuge. Die
Pressemitteilung
Seite 2 von 2
neuen IK-Züge für das Großprofil sind ein Schritt auf dem Weg, den attraktiven
öffentlichen Nahverkehr noch attraktiver zu machen.“
Henner Bunde, Staatssekretär in der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie
und Betriebe, sagte: „Berlin wächst, und die BVG wächst mit, jagt von einem
Fahrgastrekord zum nächsten. Das geht natürlich nur mit einer modernen und
zuverlässigen Flotte, und hier sind wir mit diesem neuen Zug wieder einen
Schritt weiter. Weitere, sehr große Investitionen in die Fuhrparks von U- und
Straßenbahn folgen in den kommenden Jahren.“
Dr. Sigrid Nikutta, Vorstandsvorsitzende und Vorstand Betrieb der BVG, ergänzte:
„Im Kleinprofil sind bereits seit 2015 zwei Vorserienfahrzeuge vom Typ
IK zuverlässig unterwegs. Bis Ende dieses Jahres kommen die elf SIWA-IKs
hinzu, und dann folgen noch einmal 27 der vierteiligen Kleinprofilzüge aus
Serienherstellung. Damit hat sich die BVG insgesamt 160 moderne UBahnwagen
gesichert.“
Details zum neuen Zug lieferte Nicole Grummini, die seit Anfang Juli als alleinige
Bereichsleiterin die Berliner U-Bahn führt: Neben der für den Fahrgast
sichtbaren Spaltüberbrückung mussten zum Beispiel auch die Stromabnehmer
an das Großprofil angepasst werden. „Dadurch, dass all diese Umbauten
rückgängig gemacht werden können, bleiben wir jedoch flexibel. Denn so
können die Großprofil-IKs perspektivisch auch auf den Linien U1 bis U4 eingesetzt
werden“, so Grummini. Allerdings biete sich so ein Umbau aufgrund
des Aufwands eher für mittel- bis längerfristige Wechsel des Einsatzortes an.
Bevor voraussichtlich im Oktober dieses Jahres die ersten Fahrgäste in die
Großprofil-IKs einsteigen können, stehen noch umfangreiche Test-, Abnahmeund
Lehrfahrten an. Anschließend kommen die IKs in den regulären Einsatz –
in der Regel zu zweit, also als Acht-Wagen-Einheit. Und weil zwei gekoppelte
IK-Züge etwas länger sind als die Bestandsfahrzeuge im Großprofil, fahren die
neuen Fahrzeuge dort nur auf der Linie U5. Denn auf deren Bahnhöfen sind
die Bahnsteige länger als auf den anderen Linien des Großprofils. Der IK
macht sich breit – und nutzt dafür den Platz auf der U5.