S-Bahn zukünftige Linienfahrzeuge BR 483/484

S-Bahn zukünftige Linienfahrzeuge BR 483/484

S-Bahn-Modell 483 in Berlin-Schöneweide, 2017

Die Baureihe 483/484 der Berliner S-Bahn bei Wikipedia.
483
484
Bauart 2017 (S-Bahn GmbH-Neubau), liebevoll "" genannt
1 Musterzug ?? geliefert, Wagenskizze 483Wagenskizze 484
Serienfertigung ab 202X;
Foto: Modell 483/484, Berlin-Schöneweide, 2017
  Technische Daten:
Achsanordnung: Viertelzug: (1A)Bo’+Bo’(A1); Halbzug: (1A)Bo’+Bo’(A1)+(1A)Bo’+Bo’(A1) (Drehstromasynchronmotore)
Antriebsdauerleistung: 6 x 140 kW bzw 12 x 140 kW
Fahrzeugmasse: Tw-A ? / Tw-B ? t
Wagenkastenlänge: 36800 mm / 73600 mm
Fahrzeugtenbreite: 3140 mm
Fahrzeughöhe: 3600 mm
Fussbodenhöhe: 1000 mm
Einstiege je Seite: 6 / 12 Türen à 1300 mm
Drehgestellachsstand: 2100 mm
Triebraddurchmesser: 820 mm
Laufraddurchmesser 820 mm
Max. Beschleunigung: 1,0 m/s²
Anfahrzugkraft: 104 kN / 208 kN
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
Sitzplätze: 80 (20) / 184 (40) (davon Klappsitze)
Stehplätze (4 Pers/m²): 94 / 202
Lieferung 202X: 48X

Zur neuen Baureihe schreiben Siemens und Stadler (https://www.siemens.com/press/PR2015120117MODE) am 22.12.2015:

Neue Züge für die Berliner S-Bahn

Berlin, 22. Dezember 2015

  • Rahmenvertrag über bis zu 1.380 Wagen
  • 106 Züge fest bestellt
  • Erste Lieferung ab 2020
  • Einsatz auf der Ringbahn und den südöstlichen Zubringern

Die S-Bahn Berlin GmbH hat mit dem Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 1.380 Wagen abgeschlossen. Die ersten 106 Züge wurden verbindlich bestellt. Das Auftragsvolumen für die 85 vierteiligen und 21 zweiteiligen Fahrzeuge beläuft sich auf einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Die S-Bahn Berlin, eine Tochterfirma der Deutschen Bahn, plant den Einsatz der neuen Fahrzeuge auf den Linien der Ringbahn (S 41 und S 42) sowie den südöstlichen Zubringern S 47, S 46 und S 8. Dies entspricht etwa einem Drittel des gesamten S-Bahn-Streckennetzes von Berlin. Die ersten zehn Fahrzeuge werden bereits ab 2020 im Einsatz sein. Anschließend werden fortlaufend bis 2023 alle übrigen Fahrzeuge auf die Berliner Schienen gebracht. Produziert und endmontiert werden die Fahrzeuge in dem Berliner Werk der Stadler Pankow GmbH.
 

"Bei den ersten zehn Fahrzeugen handelt es sich um 'Vorserien- und Probefahrzeuge'. Sie durchlaufen umfangreiche Tests, bevor sie in den regulären Fahrgastbetrieb gehen – so sollen mögliche Erkenntnisse aus dem Betrieb in Berlin in die Serie mit eingebracht werden", erklärt Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH.

"Siemens und Stadler bieten für die Zukunft der S-Bahn Berlin eine einzigartige Kombination von Kompetenzen. Beide Unternehmen sind in Berlin tief verwurzelt, und gemeinsam werden wir Fahrzeuge liefern, die über Jahrzehnte hinweg mit höchster Zuverlässigkeit funktionieren und der technologischen Spitzenklasse angehören", sagte Sabrina Soussan, CEO des Geschäfts mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven von Siemens.

Von außen betrachtet verfügen die Fahrzeuge über ein modernes Design, bleiben aber weiterhin der vertrauten gelb-roten Farbgebung treu. Neben leistungsfähiger Antriebs- und Steuerungstechnik, die für einen besonders effizienten und leisen Betrieb der Fahrzeuge sorgt, sind Neuerungen hauptsächlich für den Innenraum angedacht. So wird dieser durchgängig begehbar sein und über eine zeitgemäße Fahrgastinformation sowie einen großzügigen und freundlichen Fahrgastbereich verfügen. Erstmalig in Berlin werden die Fahrzeuge mit einer Klimaanlage ausgestattet. Es wird Rollstuhlplätze in unmittelbarer Nähe zum Fahrer geben. Die Sitze sind, wie in S-Bahnen üblich, fast ausschließlich vis-à-vis angeordnet und werden durch zahlreiche Stehplätze und großzügige Mehrzweckbereiche ergänzt.

Der Konsortialführer Stadler übernimmt den mechanischen und wagenbaulichen Teil der Konstruktion und Fahrzeugproduktion. Darunter fallen beispielsweise die Klimatisierung und die Montage aller Komponenten. Siemens verantwortet den elektrischen Anteil. Dies umfasst das Antriebs- und Bremssystem, die Bordnetzversorgung, Fahrzeugsteuerung, Zugsicherungs- und Fahrgastinformationssystem sowie die Drehgestelle der Fahrzeuge. Die Instandhaltung der Fahrzeuge wird von der S-Bahn Berlin GmbH durchgeführt, die dazu die bereits vorhandene Infrastruktur nutzen wird.

– Seite der S-Bahn Berlin zu den neuen Fahrzeugen