S-Bahn Linienfahrzeuge BR 481/482

S-Bahn Linienfahrzeuge BR 481/482

S-Bahn 481 055, “150 Jahre Ringbahn”, eine modernisierte 481er, in Baumschulenweg, 2021

Die Baureihe 481 der Berliner S-Bahn bei Wikipedia.
481/482:
Bauart 1995 (S-Bahn GmbH-Neubau), liebevoll “Saunabahn” oder “Taucherbrille” genannt, 481 5xx und 6xx “Schlauch”
1 Musterzug aus 4TwA und 4TwB 1995 (481/482 001 bis 481/482 003 + 481/482 006) geliefert, Wagenskizze
  • Serienfertigung ab 1996, geplant sind 500 Viertelzüge, letzte Auslieferung vsl. 2004 – feierliche Übergabe am 30.09.2004;
  • Foto: 481 196, Ostbahnhof, 2002, Vorserienlack, DB AG-Logo;
  • Foto: 481 066, Ostbahnhof, 1998, Versuchs-Lack 1, späterer Serienlack;
  • Foto: 481 088, Ostbahnhof, 06.07.2002, Versuchs-Lack 2, DB AG-Logo;
  • Foto: 481 084, Ostbahnhof, 1998, Versuchs-Lack 2;
  • Foto: 481er Führerstand, Erkner, Mai 2005;
  • Ab 2019 Ertüchtigung der BR 481/482
Technische Daten:

 

  • Achsanordnung: Bo’2′ (Drehstromasynchronmotore)
  • Antriebsdauerleistung: 2 x 100 kW
  • Fahrzeugmasse: Tw-A 31 / Tw-B 28 t
  • Wagenkastenlänge: 17,7 m
  • Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
  • Sitzplätze: Tw-A 44 / Tw-B 50
  • Stehplätze (4 Pers/m²): Tw-A 106 / Tw-B 94
  • Länge über Kupplung:36.800 mm
  • Fahrzeugbreite:3.140 mm
  • Fahrzeughöhe:3.585 mm
  • Fussbodenhöhe:1.000 mm
  • Drehgestellachsstand:2.200 mm
  • Raddurchmesser :820 mm
  • Speisespannung:750 V DC
  • Max. Beschleunigung:1,0 m/ s²
  • Antriebsleistung:6 x 97,5 kW = 585 kW
  • Leermasse:59 t
Lieferung 1995/96:
  • 481/482 001-010;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 001, 002, 003, 007, 009;
  • ertüchtigt in 2022: S-Bahn 481/482 004, 005, 006;
Lieferung 1997:
  • 481/482 011-100;
  • ertüchtigt in 2020: S-Bahn 481/482 017, 035, 040, 046, 053, 054, 055, 056, 059, 062, 070, 071, 072, 078, 080, 088, 091, 096, 099, 100;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 012, 013, 015, 018, 019, 021, 022, 023, 026, 028, 029, 030, 031, 032, 033, 034, 036, 037, 038, 041, 045, 047, 048, 052, 058, 064, 067, 069, 074, 084, 087, 092, 098;
  • ertüchtigt in 2022: S-Bahn 481/482 039, 049, 060, 061;
Beginn der 1.Serie mit 100 Viertelzüge;

 

Lieferung 1998:
  • 481/482 101-166;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 101, 102, 103, 105, 106, 108, 115, 123, 125, 126, 130, 132, 134, 139, 145;
  • ertüchtigt in 2022: S-Bahn 481/482 104, 109, 117, 118, 120, 121, 122, 127, 128, 129, 131, 133, 136, 138, 142, 146, 147, 148, 149, 155;
Lieferung 1999: 481/482 167-220, 223, 224;
Lieferung 2000: 481/482 221, 222, 225-286, 289, 290;
Lieferung 2001:
  • 481/482 287, 288, 291-350;
  • ertüchtigt in 2020: S-Bahn 481/482 326, 335, 341, 342, 345, 347, 349;
  • ertüchtigt in 2022: S-Bahn 481/482 315;
Lieferung 2002:
  • 481/482 351-410, 481 501/482 501+482 601/481 601;
  • ertüchtigt in 2019: S-Bahn 481/482 381;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 351, 356, 357, 359, 363, 367, 368, 373, 376, 377, 379, 384, 392, 394, 395;
  • ertüchtigt in 2022: S-Bahn 481/482 352, 353, 354, 355, 358, 362, 369, 370, 382, 401, 406, 407, 409;
Lieferung 2003:
  • 481 502/482 502+482 602/481 602, 481 503/482 503+482 603/481 603, komplett durchgehend begehbar, Versuchszüge;
  • 481/482 411-468, 471-474, 477-478, 481-482;
  • ertüchtigt in 2020: S-Bahn 481/482 445, 456, 466, 475, 481;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 449, 454;
Lieferung 2004:
  • 481/482 469, 470, 475, 476, 479, 480, 483-494;
  • ertüchtigt in 2020: S-Bahn 481/482 479, 484, 485, 489, 490, 491, 493;
  • ertüchtigt in 2021: S-Bahn 481/482 480, 486, 488, 492, 494;
  • 162 Viertelzüge stationiert in Friedrichsfelde, 150 in Wannsee, 4 in Grünau, stand 06.07.2001;
  • 286 Viertelzüge ausgeliefert, stand 12.2000;
  • 362 Viertelzüge ausgeliefert, stand 03.2002;
  • 180 Viertelzüge stationiert in Friedrichsfelde, 160 in Wannsee, 68 in Grünau, stand 01.01.2003;
  • 412 Viertelzüge ausgeliefert, stand 01.2003;
  • 125 Viertelzüge stationiert in Grünau, stand 03.01.2005;
  • 283 Viertelzüge stationiert in Wannsee, stand 03.01.2005;
  • 92 Viertelzüge stationiert in Friedrichsfelde, stand 03.01.2005;Viertelzüge 034, 043, 333-494 stationiert in Grünau, stand 28.05.2006;
  • Viertelzüge 001-033, 035-042, 044-332, 501/601-503/603 stationiert in Wannsee, stand 28.05.2006

Auf ihrer Fahrzeugseite hat die S-Bahn Berlin über die BR 481 wie folgt berichtet (Stand 09.2018):

Baureihe 481 – aktuell “unsere Jüngste”

Gegenwärtig sind auf Berlins S-Bahn-Schienen drei Baureihen unterwegs: eine davon ist die Baureihe 481.

Diese Baureihe wurde in den Jahren von 1996 bis 2004 geliefert und ist damit „unsere Jüngste“.

Die Baureihe 481 ist die jüngste der S-Bahn Berlin. In den Jahren von 1996 bis 2004 lieferte der Hersteller Bombardier/Adtranz insgesamt 500 Viertelzüge (2 Wagen). Davon wurden sechs Viertelzüge im Auftrag der S-Bahn Berlin als 3 durchgehend begehbare Halbzüge (2 Viertelzüge) geliefert. Ausgestattet sind die Züge unter anderem mit großen Mehrzweckabteilen.

Die Fahrgastinformationen im Zug erfolgt durch Lichtlaufbänder und ein automatisches Ansagesystem. Die Sicherheit wird durch weitgehende Durchgängigkeit, einen einfachen Notruf und eine vandalismushemmende Gestaltung erhöht.

Die Baureihe wurde von den Berlinern liebevoll „Taucherbrille“ getauft, ein Name der durch die Form des Fensters des Führerstandes inspiriert wurde.

S-Bahn Berlin: So läuft die Sanierung für schwere Fälle der Baureihe 481

in einer Pressemitteilung vom 22.01.2020 wird wie folgt berichtet:

Im Projekt „Langlebigkeit“ wird die Baureihe für rund weitere zehn Jahre fit gemacht

Die Sanierung der Baureihe 481 steht bei der S-Bahn Berlin in diesem Jahr im Mittelpunkt: Rund 90 Fahrzeuge sollen allein 2020 runderneuert aus dem Werk in Schöneweide rollen. Ziel ist, sie für den Weiterbetrieb von rund zehn Jahren fit zu machen. Gebaut zwischen 1997 und 2004 werden sie nach ihrem Facelift der neuen Baureihe 483/484, die 2021 in Betrieb geht, zum Verwechseln ähnlich sehen. Doch Aussehen ist nicht alles – vor allem für einen zuverlässigen Weiterbetrieb wird vieles neu gemacht.

Einige Fahrzeuge müssen voraussichtlich besonders aufwändig saniert werden, da deren Langträger – also die Fundamente der Wagenkästen – starke Korrosionsschäden aufweisen. Nach vorläufiger Einschätzung wird etwa jeder 20. der insgesamt 500 Doppelwagen dieser Baureihe davon betroffen sein.

Dabei steht die vorgefundene Korrosion in keinem Zusammenhang mit dem Fahrzeugalter oder der Produktionscharge. Das Voranschreiten der Korrosion ist von anderen Faktoren abhängig wie z.B. Undichtigkeiten im Fußboden der Einstiegsbereiche. Durch die sehr hohe Anzahl an Türöffnungs-
und -schließvorgängen im täglichen Betrieb kommt es zu Feuchtigkeitseintritt in diesen Bereichen, was die Korrosion begünstigt – bei einem Fahrzeug mehr, bei einem anderen weniger. Bei der Mehrzahl der Fahrzeuge sind die sogenannten Abzehrungen aber sehr klein, so dass eine Behandlung mit Korrosionsschutzauftrag ausreicht.

Die stärker von Korrosion betroffenen Fahrzeuge müssen von einem darauf spezialisierten Unternehmen, MSG Ammendorf in Halle (Saale), saniert werden. Dazu wurde das Baumusterfahrzeug bereits Ende vergangenen Jahres per Lkw-Schwerlasttransport dorthin gebracht.

Für die Sanierung wird der Wagenkasten nach Demontage aller Inneneinrichtungs- und Unterflurteile in eine Spezialvorrichtung gespannt, damit er sich nicht verzieht, denn das Heraustrennen des Langträgers ist ein großer Eingriff in die Fahrzeugstruktur. Angrenzende Stahl-Bauteile wie Seitenwände, Türportale und Hauptquerträger werden abgetrennt, anschließend das von Korrosion betroffene Langträger-Stück mit einem großen Trennschleifer herausgeschnitten und ein neues Stück an die Stelle eingeschweißt. Schließlich wird der Wagenkasten vermessen, gegebenenfalls gerichtet, ausgespannt und lackiert. Im Berliner S-Bahnwerk folgt dann der weitere Umbau wie bei allen anderen Fahrzeugen der BR 481.

Den kompletten Umbau von vorerst 309 Viertelzügen in Höhe von 155 Millionen Euro ermöglichen die Länder im Rahmen des Interimsvertrages.

Die S-Bahn selbst hat Geld und viel Manpower in das Projekt investiert:

  • Etwa 360 Handwerker im Werk Schöneweide sind vorerst bis 2023 ein Drittel ihrer Zeit ausschließlich mit den Arbeiten für das Projekt Langlebigkeit beschäftigt.
  • Rund 50.000 Engineering-Stunden wurden in das Projekt investiert.
  • Für die Ausrüstung der Schleif- und Klebehalle im Werk Schöneweide wurden zwei Millionen Euro aufgebracht.

Für die Berliner S-Bahn sind neben der Baureihe 481 derzeit noch zwei weitere Baureihen im Einsatz: Zur BR 480 (Baujahre 1990 bis 1994) gehören 70 Doppelwagen. Sie wurde bereits umfangreich ertüchtigt, um stabil bis 2023 weiter eingesetzt werden zu können. Aktuell wird geprüft, wie ein Einsatz über 2023 hinaus möglich ist. Die älteste Baureihe, die BR 485, umfasst 80 Doppelwagen und wurde in den Jahren 1988 bis 1992 gebaut. Sie wird mit der Inbetriebnahme der neuen S-Bahnzüge (BR 483/484) ab Januar 2021 nach und nach ausgemustert. Die 191 Zweiwageneinheiten der Neubaureihe erhöhen die Kapazität der S-Bahnflotte in Zukunft um mehr als 40 Viertelzüge.

S-Bahn Berlin: 50. frisch sanierter Zug der Baureihe 481 in Betrieb gegangen

Umbau in eigener Werkstatt in Schöneweide ⋅ 2021 werden 100 weitere von insgesamt 309 Zügen runderneuert ⋅ Herzstück der Flotte wird für die nächsten zehn Jahre fit gemacht ⋅ S-Bahn investiert mehr als 3 Millionen Euro

https://www.deutschebahn.com/pr-berlin-de/aktuell/presseinformationen/S-Bahn-Berlin-50-frisch-sanierter-Zug-der-Baureihe-481-in-Betrieb-gegangen-5856228 , Quelle vom 22.01.2021

Die S-Bahn Berlin verjüngt weiter ihre Flotte. Neben den Zügen der neuen Baureihe 483/484, die am Neujahrstag den Betrieb aufgenommen haben, ist die Sanierung der Baureihe 481 (gebaut 1997 bis 2004) das zweite Megaprojekt des Nahverkehrsunternehmens.

Jetzt ist ein weiterer Meilenstein erreicht, denn in dieser Woche ist der
50. S-Bahnzug frisch lackiert, überarbeitet und umgestaltet aus dem Werk gerollt und sofort wieder in den Fahrgastbetrieb gegangen.

Insgesamt 100 weitere Fahrzeuge sollen dieses Jahr runderneuert in Betrieb gehen. Die S-Bahn selbst investiert im Auftrag der Länder Berlin und Brandenburg Geld und viele Arbeitsstunden in das Projekt, denn der Großteil der Züge wird im eigenen Werk in Berlin-Schöneweide umgebaut:

  • Etwa 360 Handwerker sind ein Drittel ihrer Zeit ausschließlich mit den Arbeiten für das Projekt Langlebigkeit beschäftigt.
  • Rund 50.000 Engineering-Stunden wurden in das Projekt investiert.
  • Für die Infrastruktur im Werk Schöneweide wurden über drei Millionen Euro aufgebracht, beispielsweise für eine Schleif- und eine Klebehalle.

Um dieses Mammutprojekt wie geplant bis Ende 2024 abschließen zu können, wird die S-Bahn vom Maschinenbauunternehmen MSG Ammendorf in Halle/Saale unterstützt. Dort kennt man die Baureihe aus dem Effeff, denn hier wurde die Flotte ursprünglich gebaut.

S-Bahnchef Peter Buchner: „Durch die Kompetenz der Berliner S-Bahn in der schweren Instandhaltung sind wir in der Lage, eine Sanierung dieser Größenordnung mit eigenen Mitteln zu stemmen. Wir haben dieses große Projekt nun gut zum Laufen gebracht und mit dem 50. fertigen Viertelzug einen weiteren Meilenstein erreicht. Inzwischen haben wir eine Routine im Umbau der Fahrzeuge entwickelt, dennoch ist es eine große Herausforderung. Zusammen mit MSG Ammendorf wollen wir den Flottenumbau pünktlich abschließen.“

Die modernisierten Fahrzeuge sehen den neuen S-Bahnzügen zum Verwechseln ähnlich: Lackierung, Sitze und Polster, die Fußböden erscheinen im selben Design. Doch nicht nur das Aussehen ändert sich – auch für einen zuverlässigen Weiterbetrieb wird vieles neu gemacht. Ein paar Details:

  • Mehr als 6.000 laufende Meter Wagenkasten-Langträger werden auf Korrosion untersucht und bei Befund saniert.
  • Gut 7.000 neue, schwarze Türflügel werden an den Einstiegen verbaut.
  • 5000 Videokameras werden in den Fahrgasträumen installiert.
  • Mehr als 27.000 neue Sitzgestelle und blaue Polster werden verbaut.
  • Knapp 29.000 Quadratmeter Fußbodenplatten und 32.000 Quadratmeter Belag werden neu verlegt.
  • Horizontale Haltestangen werden nachgerüstet.
  • 12.000 taktile Türöffnungstaster werden eingebaut.
  • Um auch die elektronischen Komponenten der Züge zuverlässiger zu machen, bekommen sie eine besondere Erneuerung im Bereich Fahrzeugsteuerung. Dort werden Fahrschalter und elektrische Schaltmittel ausgetauscht, um altersbedingte Störungen zu verhindern.

Den kompletten Umbau von 309 Fahrzeugen ermöglichen die Länder im Rahmen des Interimsvertrages. Sie investieren in dieses Projekt etwa 150 Millionen Euro, um die Langlebigkeit der Fahrzeuge zu sichern, die Zuverlässigkeit im Betrieb zu erhöhen und Verbesserungen für die Fahrgäste zu erreichen.

Auch die Fahrzeugdisposition der S-Bahn Berlin stemmt während der Dauer des Projekts eine Herkules-Aufgabe, um einen stabilen Betrieb aufrecht zu erhalten. Denn für die Langlebigkeit wird an 23 Viertelzügen gleichzeitig im Werk Schöneweide gearbeitet – und das jeweils für eine geplante Durchlaufzeit von elf Wochen pro Zug. 

Wir verwenden Cookies, um Inhalte und Anzeigen zu personalisieren, Funktionen für soziale Medien anbieten zu können und die Zugriffe auf unsere Website zu analysieren. Außerdem geben wir Informationen zu Ihrer Nutzung unserer Website an unsere Partner für soziale Medien, Werbung und Analysen weiter. Details ansehen

Diese Website nutzt Cookies, um bestmögliche Funktionalität bieten zu können. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden, erklären Sie sich mit der Verwendung einverstanden. Klicken Sie auf "Ich akzeptiere" .

Schließen.